Ski-Club Neubau e.V. Heinz Brunner-Weg 2 Postfach 37 95686 Fichtelberg
Schneebericht: 09272/6033 Skilift: 09272 / 6388
info@skiclub-neubau.de

Laufleistung kostet Kastl mögliche Medaille – starke EM-Erfahrung trotz verpasster Staffel

Für Selina Kastl verlief ihre erste Biathlon-Europameisterschaft im norwegischen Sjusjøen sportlich nicht ganz nach Wunsch – emotional und erfahrungstechnisch jedoch war es ein großer Schritt nach vorne.

Die 24-jährige Athletin des SC Neubau belegte Platz 25 im Einzel, Rang 28 im Sprint und Platz 33 in der Verfolgung. Für die abschließende Staffel wurde sie nicht nominiert – obwohl Deutschland am Ende Silber gewann.

„Es war auf jeden Fall ein megacooles Erlebnis“, zieht Kastl dennoch ein positives Fazit. „Es waren keine schlechten Rennen, aber es ist nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Feld war stark und groß besetzt. Ich nehme das Positive mit – es waren drei solide Ergebnisse.“

Starke Schießleistung – Probleme in der Loipe

Vor allem am Schießstand zeigte Kastl gute Leistungen. Im Einzel und Sprint überzeugte sie mit hoher Trefferquote. Ein Fehler im letzten Schießen des Einzels ärgerte sie jedoch besonders – die daraus resultierende Strafminute kostete eine mögliche Top-Ten-Platzierung.

„Das hat mich wirklich geärgert. Ich weiß, dass ich den Treffer machen kann. Wenn die Laufzeit nicht optimal ist, wirft dich ein Fehler sofort zurück.“

Während das Schießen insgesamt stabil war, lief es in der Loipe nicht rund.
„Das war die ganze Woche nicht gut. Ich weiß, dass ich es besser kann, und kann es mir aktuell nicht erklären.“

Sie hofft nun, dass es einfach eine schwächere Woche war: „Die Leistungen davor waren positiv. Ich vertraue darauf, dass es wieder besser wird.“

In der Verfolgung blieb sie im Liegendschießen fehlerfrei, musste jedoch im Stehendanschlag drei Fehler hinnehmen, wodurch sich der Rückstand deutlich vergrößerte.

Staffel-Silber ohne Kastl

Spätestens nach der Verfolgung war klar, dass Frankreich als Favorit in die abschließende Staffel gehen würde – und die Französinnen wurden dieser Rolle auch gerecht. Deutschland sicherte sich Silber mit nur 16,6 Sekunden Rückstand.

Selina Kastl durfte dabei jedoch nur zuschauen. Nominiert wurden Mareike Braun, Julia Kink, Marlene Fichtner und Hanna Kebinger.

„Klar wäre ich gerne dabei gewesen“, sagt Kastl offen. „Aber läuferisch war es einfach nicht gut genug. Deshalb war die Entscheidung nachvollziehbar.“

Blick nach vorne

Ganz vorbei ist der Einsatz in Sjusjøen noch nicht: In der Single-Mixed-Staffel darf Kastl wieder antreten. Ob sie im weiteren Verlauf des IBU-Cups noch einmal startet, hängt von der finalen Kaderentscheidung ab.

„Wir haben sechs Sportlerinnen für fünf Plätze. Wenn noch jemand ausfällt, bin ich bereit.“

Trotz der verpassten Medaillenchance bleibt unter dem Strich eine wertvolle Erfahrung: erste EM, starke Konkurrenz, wichtige Erkenntnisse – und die Motivation, läuferisch wieder zuzulegen.

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Facebook1.20k
Instagram130